1346 |
Erwähnung des “Kirchenspiels Reichenhayn” im Matrikel des Bistums Meißen |
1490 |
Aus der 1. Kirche stammen aus der Zeit um von einem unbekannten Meister drei Altarschreinfiguren:
Wolfgang – Franziskus – Nikolaus |
1545 |
Nach Einführung der Reformation in Sachsen (1539) beginnt als erster evangelischer Pfarrer Veit
Voigt seinen Dienst in Reichenhain |
1565 |
Beginnt die Eintragung der Taufen, Trauungen und Beerdigungen im heute noch erhaltenen Kirchenbuch
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1575 |
Erwirbt die Gemeinde eine Glocke, gegossen in Freiberg. Sie wird nach dem 2. Weltkrieg, in dem sie
beschlagnahmt worden war, aus Hamburg zurückgeführt und ist heute unsere kleine Glocke |
1633 - 1636 |
Eintragung im Taufbuch: Von 1633 bis 1636 vacant (Pfarrstelle unbesetzt), weil nur 2 Güther
bewohnt gewesen, so gar hat die Pest aufgeräumt. |
1650 |
Die Gemeinde erwirbt – zwei Jahre nach dem 30-jährigen Krieg (!) – eine wertvolle Altarbibel |
1721 |
Der silberne Abendmahlsteller – bis heute im Gebrauch – wird erworben |
1773 |
Und in den Jahrzehnten danach: Erschöckliche Theuerung und Hungersnot wegen vorhergegangenem
Mißwuchs im 3. Jahr ... da insonderheit fast alle Häußler und Haußgenossen, in die betrübtesten Umstände geraten, durch Hunger und Fieber aufgerieben, da auch fast das ganze Jahr hindurch ein bösartiges
Fieber geherrschet, daran andere, welche den Hunger nicht empfingen, ihr Leben endigen müssen. |
1780 |
Wird trotzdem der Kanzelaltar anstelle des - heute unbekannten – Altars errichtet |
1790 |
Bericht des Einsiedelschen Gerichtsanwaltes zu Dittersdorf an den Kurfürsten: Der Pächter vom
Rittergut Weißbach samt Dittersdorf heißt am 4.8. die Bauern von Reichenhayn zum Brachdienst. Sie kamen aber nicht. Man schickte ein Promemoria (eine Erinnerung) an den Lehnrichter daselbst. Der antwortete:
Die Bauern seien entschlossen, nicht mehr zu Hofe fahren oder gehen zu wollen. Sie wollten weder spannen noch Handdienste leisten, weil sie bis gegen Weihnachten kaum Brot für sich und Futter für ihr Vieh
hätten. Sie hatten am 5.8.1790 überall in den Gerichten der 5 Dörfer Reichenhayn, Erfenschlag, Einsiedel, Ditterdorf und Kemtau Versammlungen und machten allles aus ... da gab es Geschrei und Getöse ...
Es rührt alles von Reichenhayn, weil sie gelesen und erfahren haben, dass in anderen Ländern ... verschiedene Untertanen sich ihrer Gerichtsobrigkeit widersetzten ... |
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1945 |
wird in der Bombennacht am 5.3. das Pfarrhaus total zerstört, die Kirche weitgehend beschädigt. Der
Ort Reichenhain ist schwer in Mitleidenschaft gezogen. Auf dem Friedhof werden 26 Kinder und Erwachsene beerdigt, die den Bomben zum Opfer gefallen sind. Ein Gedenkstein, 1965 anstelle ihrer Gräber
errichtet, erinnert an sie. |
1949 |
In dieser Zeit werden umfangreiche Sicherungs- und Instandsetzungsarbeiten vorgenommen. |
1954 – 1956 |
wird das Gemeindehaus errichtet. |
1956 |
wird die neue Orgel durch die Firma Schmeißer eingebaut. |
1962 |
Erneuerung des Gestühls, der Fußbodenwegeplatten, des Altartisches |
1964 – 1965 |
Neubau des Pfarrhauses in Eigenleistung der Gemeinde. Dies war der erste Pfarrhausneubau in Sachsen
nach dem 2. Weltkrieg |
1969 |
Beschaffung einer neuen Turmuhr |
1970 – 1971 |
Neuschalung des Kirchendaches, Neubeschieferung – neue Holzkassettendecke – Innausmalung der Kirche
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1972 |
Einbau eines neuen Heizkessels (Umstellung auf Gasheizung) |
1977 – 1978 |
Umfangreiche Erneuerungsarbeiten am Gemeindehaus (Dach, Fußboden) |
1980 |
Restauration des Kanzelaltars in den ursprünglichen Farben mit Blattvergoldung |
1982 |
Demontage der defekten Wetterfahne durch Bergsteiger |
1983 |
Neuanfertigung einer Wetterfahne mit dem Symbol des Lammes – als Zeichen für den geopferten und
auferstandenen Christus. Umfangreiche Zimmer- und Deckenarbeiten am Dachreiter |
1984 |
Silikatanstrich aller Gebäude |
1986 |
Erwerb einer neuen – großen – Glocke. Inschrift: O Herr, mach mich zum Werkzeug
deines Friedens. Neukonstruktion des Glockenstuhls, die ehemals “kleine” Glocke erhält das Kinderheim der Inneren Mission Börnichen als Geschenk. |
1987 |
Erneuerung des Heizungsrohrsystems, Renovierung des Innenraums der Kirche |
1994 |
Totalabriß und Wiederaufbau (von Fundament bis Dach) des Westanbaues der Kirche |
2000 |
Bildung der Schwesternkirchgemeinde Einsiedel – Reichenhain mit Erfenschlag und Berbisdorf, damit
verbunden ist die Verlegung des Pfarrsitzes nach Einsiedel |